Was Pixel Pitch bedeutet
Der Pixel Pitch ist der Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier benachbarter Pixel, angegeben in Millimetern. Ein Wert von 2,6 bedeutet, dass 2,6 Millimeter zwischen zwei Bildpunkten liegen.
Je kleiner diese Zahl, desto feiner das Bild – und desto teurer die Wand, weil auf derselben Fläche mehr Bauteile sitzen. Das ist der ganze Zusammenhang, und er erklärt auch, warum die Preisunterschiede zwischen zwei optisch ähnlich großen Wänden so erheblich sein können.
Die Faustregel: Abstand in Metern ≈ Pitch
Für die grobe Orientierung gilt: Der Pixel Pitch in Millimetern entspricht ungefähr dem Mindestbetrachtungsabstand in Metern, ab dem das Raster nicht mehr auffällt. Eine Wand mit 3 mm Pitch wirkt ab etwa drei Metern geschlossen; wer näher steht, sieht einzelne Punkte.
Diese Regel ist bewusst grob und ersetzt keine Planung, aber sie hilft bei der ersten Einordnung. Sie erklärt auch, warum dieselbe Wand in zwei Veranstaltungen völlig unterschiedlich beurteilt wird: Bei einer Tagung mit Bestuhlung ab acht Metern ist ein gröberer Pitch unauffällig, bei einem Messestand mit Publikum direkt davor nicht.
Der häufigste Planungsfehler
Es wird für die hinterste Reihe geplant, nicht für die vorderste. Die Frage lautet nicht, ob die Wand von hinten gut aussieht – das tut sie fast immer –, sondern ob sie von der ersten Reihe aus noch als Bild wahrgenommen wird oder als Ansammlung von Leuchtpunkten.
Bei Kongressen sitzt die erste Reihe oft näher an der Bühne, als im Konzept angenommen. Bei Messeständen steht das Publikum unmittelbar davor. In beiden Fällen ist der feinere Pitch die richtige Wahl, auch wenn er das Budget belastet.
Der umgekehrte Fehler kommt genauso vor: Für eine Open-Air-Bühne mit zwanzig Metern Mindestabstand wird ein feiner Pitch bestellt, den niemand je sieht. Das ist Geld, das an anderer Stelle mehr gebracht hätte.
Wann LED und wann Projektion
Die Entscheidung fällt fast immer am Umgebungslicht. Eine LED-Wand erzeugt eigenes Licht und funktioniert deshalb auch in einem hell erleuchteten Saal oder bei Tageslicht. Eine Projektion braucht Dunkelheit oder zumindest gedimmtes Licht.
Dafür ist Projektion bei großen Flächen deutlich günstiger und kann auf unregelmäßige Geometrien gerechnet werden – auf eine Fassade, eine Decke, ein Objekt. Eine LED-Wand ist immer eine Fläche, die man aufbauen muss.
In der Praxis heißt das: Tagungen und Kongresse am Tag bekommen LED, Abendveranstaltungen mit gestaltetem Licht bekommen häufig Projektion, und bei Hybridformaten mit Kameras entscheidet zusätzlich, wie die Wand im Kamerabild aussieht – LED kann bei ungünstiger Einstellung flimmern, was sich über die Bildwiederholrate lösen lässt, aber vorab bedacht werden muss.
Was ihr uns für eine Empfehlung nennen solltet
Raumgröße, Bestuhlung und der Abstand der ersten Reihe. Dazu die Frage, ob gefilmt wird und wie hell der Raum während der Veranstaltung ist. Mehr braucht es für eine belastbare Empfehlung nicht – und mit diesen Angaben lässt sich meist auch sagen, ob sich die Investition in einen feineren Pitch tatsächlich lohnt.